Auf Streife mit dem Team
Einblicke in die herausfordernde Arbeit der Mitarbeitenden im Servicebereich
Das Team sorgt dafür, dass sich die Fahrgäste möglichst wohl und sicher fühlen
Auf Streife mit dem Team
Einblicke in die herausfordernde Arbeit der Mitarbeitenden im Servicebereich
Das Team sorgt dafür, dass sich die Fahrgäste möglichst wohl und sicher fühlen
Die Abteilung Fahrgastsicherheit/-service kümmert sich darum, dass sich die Fahrgäste sowohl in der Bahn wie in den Haltestellen möglichst wohl und sicher fühlen. Die Mitarbeitenden zeigen Präsenz und sind Ansprechpartner bei Fragen. Aber wie sieht das in der Praxis in einer Millionenstadt wie Köln tatsächlich aus? Wir haben für mehrere Stunden ein Team „Stationäre Sicherheit“ in der Innenstadt begleitet.
12:15 Uhr. Die Schichtgruppe trifft sich zum Dienstbeginn. Tanja, Stefanie, Stefan und Sascha, der Leiter Sicherheit in der Bahn, bereiten sich darauf vor, in die Kölner „Unterwelt“ abzutauchen. Immer dabei: Funkgerät, Mobidat-Gerät, Handschuhe, Desinfektionsspray, Diensthandy, Aufzugschlüssel, Taschenlampe. „Man muss auf vieles vorbereitet sein“, sagt Sascha, bevor es um 12:30 Uhr los geht.
12:45 Uhr. Wir steigen am Maarweg in die Linie 1. Die Bahn ist voll mit Schulkindern – es ist laut und es wird getobt. Als einige Kinder zu dritt so lange auf dem Zweiersitz hampeln, dass ein Kind zu Boden fällt, greift KVB-Mitarbeiterin Tanja ein. Mit strengem Blick und ruhiger Ansprache wird zur Ordnung gemahnt. Die Jungs sind danach still. Lächelnde Gesichter der anderen Fahrgäste sagen: Gut gemacht!
13:10 Uhr. Am Heumarkt angekommen wird schnell klar, dass die Episode mit den Kindern nur das entspannte Vorspiel war auf das, was in den nächsten Stunden die meiste Zeit in Anspruch nehmen wird. Es ist der Umgang mit Konsumenten von illegalen Betäubungsmitteln (BTM) und Obdachlosen, die in den U-Bahnhöfen lagern oder dort Drogen konsumieren. In der weitläufigen Haltestelle am Heumarkt ist seit einiger Zeit eine Dauerpräsenz von Service-Mitarbeitenden notwendig, da sich hier oft BTM-Konsumenten und Obdachlose aufhalten. Wir treffen zwei Kolleginnen, die davon berichten, dass am Morgen eine Person schlafend im Gleis angetroffen wurde. Zum Glück in einem Gleis, das nicht befahren wird. Dies ist ein bekannter Platz, an den sich Obdachlose öfter zurückziehen. In einem Aufgang zur Straße entdecken wir drei Männer, die sich auf einer Treppe darauf vorbereiten, Drogen zu konsumieren. Sie werden höflich aber bestimmt darum gebeten, das Gebäude zu verlassen. Es regnet draußen, das treibt die Menschen in die überdachte Station. Ein paar Minuten später wiederholt sich die Szene an anderer Ecke der Haltestelle Heumarkt. Die Männer ziehen widerwillig weiter. „Vermutlich werden wir die woanders wieder antreffen. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel“, sagt Stefan.
13:40 Uhr. Wir fahren weiter zum Neumarkt. Eine Person schläft in der Bahn, schnarcht laut. Stefanie spricht den Mann an: „Hallo! Bitte wach bleiben! Wo müssen Sie denn hin? Benötigen sie Hilfe?“ Nachdem klar ist, dass es sich um einen Dauerschläfer handelt, wird er aufgefordert, die Bahn zu verlassen.
13:45 Uhr. Im U-Bahn-Bereich am Neumarkt ist viel Betrieb. Neben ganz normalen Fahrgästen und Passanten sieht man an allen Ecken auch BTM-Konsumenten. Einige Personen werden des Platzes verwiesen. Das Katz-und-Maus-Spiel geht direkt weiter. Die Polizei ist auch vor Ort. Ein Polizist zeigt ein Foto in die Runde, welches den Verdächtigen eines Raubes zeigt. Die Polizei fragt, ob die Person womöglich bekannt ist, was von den KVB-Mitarbeitenden verneint wird. Dazwischen gibt es auch immer wieder ganz normale Personen, die nach dem Weg oder einer Bahnlinie fragen: „Wo fährt die 7?“, „Wie komme ich zum Dom?“. Diesen Menschen kann sehr einfach geholfen werden.
Die Erlebnisse an diesem Tag reichen von witzig bis schockierend
13:55 Uhr. Einige Minuten lang beobachten wir einfach nur die Lage in der Zwischenebene und stellen fest, dass es sich etwas beruhigt hat. „Unsere Präsenz macht schon viel aus“ sagt Sascha Lautwein. Wir gehen nach unten auf den Bahnsteig. Sascha weist zwei Personen auf das Alkoholkonsumverbot am Bahnsteig hin. Das Pärchen hatte je eine Dose in der Hand und wollte gerade die Treppe zur U-Bahn nehmen. Er spricht freundlich aber bestimmt und trifft den richtigen Ton. Die beiden trollen sich Richtung Ausgang. Unten ist der Bahnsteig sehr voll und die Service-Mitarbeitenden helfen dabei, dass das Ein- und Aussteigen geordnet und zügig von statten geht. Eine rauchende Person wird ermahnt: „Machen sie bitte die Zigarette aus, hier ist Rauchverbot. Vielen Dank!“ Wenig später sehen wir den Dauerschläfer aus der Bahn wieder. Er hat sein Nickerchen jetzt in die Haltestelle Neumarkt verlagert.
14:30 Uhr. Wir fahren mit der Linie 16 zum Appellhofplatz. Hier gibt es einen langen Gang zur Linie 5, der oft von lagernden Personen aufgesucht wird. So auch heute. Tanja sieht einen kaputten Spiegel im Gang und meldet ihn der Leitstelle. Hier erkennt sie eine Verletzungsgefahr, vor allem für Kinder, die gerne mit den Händen an der Wand entlang streichen. Der Schaden soll möglichst schnell behoben werden. Am Ende des Ganges fragt uns ein Passant, wo es zur Zeughausstraße geht. Auch gute Ortskenntnisse sind im KVB-Service gefragt. Der Appellhofplatz ist ansonsten eine Oase der Ruhe im Vergleich zum Neumarkt.
15:00 Uhr. Weiter geht es mit der Linie 3 zum Friesenplatz. In der Bahn wird ein Fahrgast mit dampfendem Döner entdeckt: „Bitte Essen wegpacken. Danke!“ Am Friesenplatz kommt es in der Zwischenebene zur Diskussion mit zwei Betrunkenen. Einer von beiden reagiert aggressiv auf die Aufforderung, die Haltestelle zu verlassen, und beschimpft die Kolleginnen und Kollegen. „Wir werden eigentlich täglich beleidigt. Daran haben wir uns schon gewöhnt“, sagt Tanja lapidar.
15:15 Uhr. Ein Passant spricht uns derweil wegen eines BTM-Konsumenten an, der am Bahnsteig lagert. Er hat ein offenes Bein, das stark eitert. Passanten machen einen großen Bogen um ihn. Der Drogensüchtige humpelt nach oben. Ob man ihm nicht helfen könne, fragt der Passant. „Der Mann ist der Stadt bekannt. Man kann da nichts machen. Er darf die Bahn nutzen, er darf nur nicht hier lagern“, sagt Stefan. Dass niemanden die Situation kalt lässt, ist aber ebenso offensichtlich. „In manchen Fällen ist es möglich, Menschen zu helfen. Wir arbeiten mit mehreren Akteuren der Stadt Köln, den Streetworkern und den Ordnungsbehörden zusammen, um der Lage im Stadtgebiet entsprechend zu begegnen. Aber einige Menschen kann man leider mit Hilfsangeboten nicht mehr erreichen“, sagt Sascha.
15:30 Uhr. Wir fahren zurück zur KVB-Zentrale in die Scheidtweilerstraße. Was wir an diesem Tag, einem gewöhnlichen Mittwoch, mitten in Köln erlebt haben, reicht von witzig bis schockierend. Und es wird klar, welche Leistung unsere Service-Leute täglich in Köln erbringen. Wer einmal eine Zeitlang mitgefahren ist, kann nur seinen höchsten Respekt aussprechen.

Gelegentlich kommt es zu Diskussionen mit Betrunkenen, wie hier in der Haltestelle „Friesenplatz“
Die Abteilung Fahrgastsicherheit/-service kümmert sich darum, dass sich die Fahrgäste sowohl in der Bahn wie in den Haltestellen möglichst wohl und sicher fühlen. Die Mitarbeitenden zeigen Präsenz und sind Ansprechpartner bei Fragen. Aber wie sieht das in der Praxis in einer Millionenstadt wie Köln tatsächlich aus? Wir haben für mehrere Stunden ein Team „Stationäre Sicherheit“ in der Innenstadt begleitet.
12:15 Uhr. Die Schichtgruppe trifft sich zum Dienstbeginn. Tanja, Stefanie, Stefan und Sascha, der Leiter Sicherheit in der Bahn, bereiten sich darauf vor, in die Kölner „Unterwelt“ abzutauchen. Immer dabei: Funkgerät, Mobidat-Gerät, Handschuhe, Desinfektionsspray, Diensthandy, Aufzugschlüssel, Taschenlampe. „Man muss auf vieles vorbereitet sein“, sagt Sascha, bevor es um 12:30 Uhr los geht.
12:45 Uhr. Wir steigen am Maarweg in die Linie 1. Die Bahn ist voll mit Schulkindern – es ist laut und es wird getobt. Als einige Kinder zu dritt so lange auf dem Zweiersitz hampeln, dass ein Kind zu Boden fällt, greift KVB-Mitarbeiterin Tanja ein. Mit strengem Blick und ruhiger Ansprache wird zur Ordnung gemahnt. Die Jungs sind danach still. Lächelnde Gesichter der anderen Fahrgäste sagen: Gut gemacht!
13:10 Uhr. Am Heumarkt angekommen wird schnell klar, dass die Episode mit den Kindern nur das entspannte Vorspiel war auf das, was in den nächsten Stunden die meiste Zeit in Anspruch nehmen wird. Es ist der Umgang mit Konsumenten von illegalen Betäubungsmitteln (BTM) und Obdachlosen, die in den U-Bahnhöfen lagern oder dort Drogen konsumieren. In der weitläufigen Haltestelle am Heumarkt ist seit einiger Zeit eine Dauerpräsenz von Service-Mitarbeitenden notwendig, da sich hier oft BTM-Konsumenten und Obdachlose aufhalten. Wir treffen zwei Kolleginnen, die davon berichten, dass am Morgen eine Person schlafend im Gleis angetroffen wurde. Zum Glück in einem Gleis, das nicht befahren wird. Dies ist ein bekannter Platz, an den sich Obdachlose öfter zurückziehen. In einem Aufgang zur Straße entdecken wir drei Männer, die sich auf einer Treppe darauf vorbereiten, Drogen zu konsumieren. Sie werden höflich aber bestimmt darum gebeten, das Gebäude zu verlassen. Es regnet draußen, das treibt die Menschen in die überdachte Station. Ein paar Minuten später wiederholt sich die Szene an anderer Ecke der Haltestelle Heumarkt. Die Männer ziehen widerwillig weiter. „Vermutlich werden wir die woanders wieder antreffen. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel“, sagt Stefan.
13:40 Uhr. Wir fahren weiter zum Neumarkt. Eine Person schläft in der Bahn, schnarcht laut. Stefanie spricht den Mann an: „Hallo! Bitte wach bleiben! Wo müssen Sie denn hin? Benötigen sie Hilfe?“ Nachdem klar ist, dass es sich um einen Dauerschläfer handelt, wird er aufgefordert, die Bahn zu verlassen.
13:45 Uhr. Im U-Bahn-Bereich am Neumarkt ist viel Betrieb. Neben ganz normalen Fahrgästen und Passanten sieht man an allen Ecken auch BTM-Konsumenten. Einige Personen werden des Platzes verwiesen. Das Katz-und-Maus-Spiel geht direkt weiter. Die Polizei ist auch vor Ort. Ein Polizist zeigt ein Foto in die Runde, welches den Verdächtigen eines Raubes zeigt. Die Polizei fragt, ob die Person womöglich bekannt ist, was von den KVB-Mitarbeitenden verneint wird. Dazwischen gibt es auch immer wieder ganz normale Personen, die nach dem Weg oder einer Bahnlinie fragen: „Wo fährt die 7?“, „Wie komme ich zum Dom?“. Diesen Menschen kann sehr einfach geholfen werden.
Die Erlebnisse an diesem Tag reichen von witzig bis schockierend
13:55 Uhr. Einige Minuten lang beobachten wir einfach nur die Lage in der Zwischenebene und stellen fest, dass es sich etwas beruhigt hat. „Unsere Präsenz macht schon viel aus“ sagt Sascha Lautwein. Wir gehen nach unten auf den Bahnsteig. Sascha weist zwei Personen auf das Alkoholkonsumverbot am Bahnsteig hin. Das Pärchen hatte je eine Dose in der Hand und wollte gerade die Treppe zur U-Bahn nehmen. Er spricht freundlich aber bestimmt und trifft den richtigen Ton. Die beiden trollen sich Richtung Ausgang. Unten ist der Bahnsteig sehr voll und die Service-Mitarbeitenden helfen dabei, dass das Ein- und Aussteigen geordnet und zügig von statten geht. Eine rauchende Person wird ermahnt: „Machen sie bitte die Zigarette aus, hier ist Rauchverbot. Vielen Dank!“ Wenig später sehen wir den Dauerschläfer aus der Bahn wieder. Er hat sein Nickerchen jetzt in die Haltestelle Neumarkt verlagert.
14:30 Uhr. Wir fahren mit der Linie 16 zum Appellhofplatz. Hier gibt es einen langen Gang zur Linie 5, der oft von lagernden Personen aufgesucht wird. So auch heute. Tanja sieht einen kaputten Spiegel im Gang und meldet ihn der Leitstelle. Hier erkennt sie eine Verletzungsgefahr, vor allem für Kinder, die gerne mit den Händen an der Wand entlang streichen. Der Schaden soll möglichst schnell behoben werden. Am Ende des Ganges fragt uns ein Passant, wo es zur Zeughausstraße geht. Auch gute Ortskenntnisse sind im KVB-Service gefragt. Der Appellhofplatz ist ansonsten eine Oase der Ruhe im Vergleich zum Neumarkt.
15:00 Uhr. Weiter geht es mit der Linie 3 zum Friesenplatz. In der Bahn wird ein Fahrgast mit dampfendem Döner entdeckt: „Bitte Essen wegpacken. Danke!“ Am Friesenplatz kommt es in der Zwischenebene zur Diskussion mit zwei Betrunkenen. Einer von beiden reagiert aggressiv auf die Aufforderung, die Haltestelle zu verlassen, und beschimpft die Kolleginnen und Kollegen. „Wir werden eigentlich täglich beleidigt. Daran haben wir uns schon gewöhnt“, sagt Tanja lapidar.
15:15 Uhr. Ein Passant spricht uns derweil wegen eines BTM-Konsumenten an, der am Bahnsteig lagert. Er hat ein offenes Bein, das stark eitert. Passanten machen einen großen Bogen um ihn. Der Drogensüchtige humpelt nach oben. Ob man ihm nicht helfen könne, fragt der Passant. „Der Mann ist der Stadt bekannt. Man kann da nichts machen. Er darf die Bahn nutzen, er darf nur nicht hier lagern“, sagt Stefan. Dass niemanden die Situation kalt lässt, ist aber ebenso offensichtlich. „In manchen Fällen ist es möglich, Menschen zu helfen. Wir arbeiten mit mehreren Akteuren der Stadt Köln, den Streetworkern und den Ordnungsbehörden zusammen, um der Lage im Stadtgebiet entsprechend zu begegnen. Aber einige Menschen kann man leider mit Hilfsangeboten nicht mehr erreichen“, sagt Sascha.
15:30 Uhr. Wir fahren zurück zur KVB-Zentrale in die Scheidtweilerstraße. Was wir an diesem Tag, einem gewöhnlichen Mittwoch, mitten in Köln erlebt haben, reicht von witzig bis schockierend. Und es wird klar, welche Leistung unsere Service-Leute täglich in Köln erbringen. Wer einmal eine Zeitlang mitgefahren ist, kann nur seinen höchsten Respekt aussprechen.

Gelegentlich kommt es zu Diskussionen mit Betrunkenen, wie hier in der Haltestelle „Friesenplatz“
KurzTakt

Frank Schätzing hielt ein engagiertes Plädoyer für Handeln in der Klimakrise
KVB-Lounge Frank Schätzing über die Klimakrise
In seinem Buch „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“ zeigt Frank Schätzing Strategien gegen die Klimakrise auf. Am 16. November war der Bestseller-Autor in der KVB-Lounge zu Gast. „Es bleiben nur noch rund zehn Jahre Zeit, um die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius zu begrenzen“, sagte der Kölner. Ansonsten drohten verheerende Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Notwendig seien ein entschlossenes Vorgehen der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft und enorme Investitionen. „Die Energiewende kostet eine Menge Geld. Die Energiewende nicht zu vollziehen, kostet die Zukunft“, so Schätzing. Auch in Köln sei noch viel mehr möglich, etwa hinsichtlich der Begrünung von Dächern oder der Ausstattung von Gebäuden mit Solartechnik. Außerdem sprach sich Schätzing für eine Tunnellösung auf der Ost-West-Achse aus: „Ich bin ein Fan des Unterirdischen. Ein Tunnel würde grüne, atmende Boulevards im Herzen von Köln ermöglichen.“

KVB-Chefin Stefanie Haaks (l.) und Silvia Rückert vom Stadtmuseum
Buntes Design Stadtbahn für das Stadtmuseum
Im nächsten Frühjahr ist es soweit: Das Kölnische Stadtmuseum eröffnet im ehemaligen Modehaus Franz Sauer, Minoritenstraße 13, seine neue Dauerausstellung. Viele Schätze der Stadtgeschichte werden dann wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein – und das mitten im Herzen von Köln. Aus diesem Anlass hat die KVB in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum eine Stadtbahn gestaltet, die in den nächsten beiden Jahren auf den Linien 1 ,7, 9, 12 und 15 unterwegs sein und für die neue Dauerausstellung werben wird. Die in kräftigen Farben gestaltete Bahn zeigt sich dabei so bunt und vielfältig wie das Museum selber und spiegelt den neuen Anspruch „Stadt.Geschichte.Anders“ wider. KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks und die stellvertretende Leiterin des Museums, Silvia Rückert, stellten die Bahn kürzlich der Öffentlichkeit vor.
Luftlinientarif eezy spart Geld
Die Unternehmen im Verkehrsverbund VRS bieten mit eezy auch einen „Luftlinientarif“ an. Der ist für Gelegenheitsfahrer besonders interessant, weil er neben einem Grundpreis nur einen Kilometerpreis berechnet. Tarifsprünge, etwa an Gemeindegrenzen, gibt es damit nicht. Im Dezember findet zudem eine „2 für 1-Aktion“ statt, um Neukunden zu gewinnen.

Kalender 2024 Historischer Blick
Wer auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist oder sich selbst etwas Gutes gönnen möchte, sollte jetzt beim Wienand Verlag zugreifen und den historischen KVB-Kalender „Köln damals 2024 – Durch Kölns Straßen mit Rolf Isensee“ erwerben. Dieser attraktive Kalender mit starkem verkehrsgeschichtlichen Bezug lädt zum Stadtspaziergang ein. Der Bildjournalist Rolf Isensee konnte mit seinen Fotos aus der Nachkriegszeit und vor allem den 1960er-Jahren interessante Blickwinkel zeigen. Mit seiner Kamera hielt er die pulsierende Stadt sowie deren Straßenbahnen und Busse fest. Der Kalender ist im Buchhandel

Kinder in Not Radelnde Nikoläuse
Am 1. Advent bewegte sich eine große Gruppe von Nikoläusinnen und Nikoläusen durch Köln. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr fand zum zweiten Mal ein Flashmob mit KVB-Rädern statt. Mit rotweißen Mänteln, roten Mützen und weißen Bärten umrundeten die Radler St. Aposteln, tauchten auf der Hahnenstraße auf und verschwanden genauso schnell am Rudolfplatz. Überall dort, wo die Gruppe vorbeifuhr, verbreitete sie Fröhlichkeit. Solche Fröhlichkeit sollen auch Kinder – im Rahmen ihrer persönlichen Situation – wieder erfahren können, die an unheilbaren Krankheiten leiden. Deshalb sollte der Flashmob Aufmerksamkeit auf den Ambulanten Kinderhospizdienst Köln richten, der zum Deutschen Kinderhospizverein e. V. gehört. Dieser gemeinnützige Verein begleitet und unterstützt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzender Erkrankung. Zehn Euro je Teilnehmer/in spendet die KVB an den Hospizdienst.
Bläck Fööss Lied für die Seilbahn
Viele Kölner Wahrzeichen sind schon besungen worden – jetzt hat auch die Kölner Seilbahn ein Lied. Die Bläck Fööss widmeten Kölns höchstem Verkehrsmittel einen neuen Song: „Einmol met d‘r Seilbahn…“. Die Idee zu dieser Nummer kam Fööss-Gründungsmitglied Bömmel Lückerath bereits 2016 – jetzt hat die Band diese Anregung umgesetzt. Lückerath präsentierte das Lied gemeinsam mit Karsten Ebert (Musiker, Sänger und Komponist), Manfred Schäfer (Texter und Eigentümer des Brauhauses Johann Schäfer) und Ludwig Sebus (Komponist und Krätzchensänger). Sonja Lorsy, Geschäftsführerin der Seilbahn, zeigte sich begeistert vom Song und dem Engagement der vier Kölner Musiker.
Großer Zulauf am Karrierebus
Mehr als 400 Informationsgespräche – Tour wird im nächsten Jahr fortgesetzt

Der Karrierebus der KVB machte unter anderem auf dem Rudolfplatz Station
Der neue Karrierebus der KVB hat einen erfolgreichen Start absolviert. Acht Mal hat er in den vergangenen Monaten an belebten Orten Station gemacht: am Neumarkt zum Beispiel, am Rudolfplatz, auf der Schildergasse, auch in Chorweiler und Kalk. „Wir machen mit dem Karrierebus ein einzigartiges niederschwelliges Angebot und sind begeistert von dem großen Interesse, das dieses neue Format gefunden hat“, zog Peter Densborn, Vorstand und Arbeitsdirektor der KVB, eine erste Bilanz.
Wichtiger Baustein im breit gefächerten Recruiting-Programm
„Ein tolles Ergebnis“. Und diese Bilanz kann sich sehen lassen: Die Recruiterinnen und Recruiter haben mehr als 400 Informationsgespräche mit Menschen geführt, die sich für den Job als Fahrerin oder Fahrer oder auch für eine andere Tätigkeit bei der KVB interessierten. Daraus resultierten knapp 180 Vorstellungsgespräche. „Das ist ein tolles Ergebnis für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die vor Ort im Einsatz sind“, betonte Densborn.
Fahrdienst im Fokus. Unter dem Motto „Einsteigen, vorstellen, anfangen“ können sich am Karrierebus Interessierte über alle Job-Möglichkeiten bei der KVB informieren – im Fokus steht allerdings der Fahrdienst für Bus und Stadtbahn. Wer die Voraussetzungen dafür erfüllt, kann direkt im Bus ein Bewerbungsgespräch führen und im besten Fall mit einer Job-Perspektive nach Hause gehen. „Unser Wort gilt, wenn beim Bewerber die Einstellungsvoraussetzungen erfüllt sind“, so Peter Densborn.
Weiterhin Bedarf. Der Karrierebus, der auch im nächsten Jahr wieder im Einsatz sein wird, ist nur ein Baustein im breit gefächerten Recruiting-Programm der KVB: mit regelmäßigen Bewerbertagen auf den Betriebshöfen, digitalen Informations-angeboten, einem Tag der offenen Tür im Ausbildungszentrum und einer Reihe weiterer Aktivitäten sucht das Unternehmen Verstärkung für das #TeamHerzschlag. Densborn: „Wir haben auch im nächsten Jahr weiterhin einen großen Bedarf an qualifiziertem Personal, das wir für die KVB begeistern wollen. Daher werden wir auch unsere Veranstaltungsformate weiterführen.“

Die Mitarbeitenden der KVB führten in den vergangenen Monaten mehr als 400 Informationsgespräche
Blick über den Tellerrand
Tag der offenen Tür lockte tausende junge und alte KVB-Freunde an

Die Ausbildung bei der KVB wurde mehrfach ausgezeichnet. Erst Ende Oktober konnte das Unternehmen eine Urkunde der IHK Köln für herausragende Leistungen in der Berufsausbildung entgegennehmen. Ein Bestandteil der Ausbildung bei der KVB ist das Sozialpraktikum. Nach drei Jahren Coronapause konnte das Projekt in diesem Jahr wieder starten. Die Auszubildenden arbeiten im zweiten Lehrjahr für eine Woche in einer sozialen Einrichtung mit Senioren, Kindern oder Jugendlichen, um neue Erfahrungen zu machen und den Blick zu erweitern.
Einsatz in Wohngruppe. Melina Bernhard und Deniz Sakrak haben ihr Sozialpraktikum im Herbst absolviert. Beide begleiteten die Bewohnerinnen und Bewohner einer Wohngruppe der Alexianer in Porz, einem Kooperationspartner der KVB. „Wir haben die Frauen und Männer in ihrem Alltag unterstützt und mit ihnen Spaziergänge gemacht, beim Einkaufen geholfen und Brettspiele gespielt“, berichten Bernhard und Sakrak. Den 25-Jährigen hat besonders ein Erlebnis am ersten Tag des Praktikums beeindruckt. „Ich durfte an der Gesangsstunde teilnehmen, in der Lieder aus der Kindheit der Bewohnerinnen und Bewohner gesungen wurden“, sagt er. „Ich war sehr erstaunt, dass alle die Lieder mitsingen konnten, obwohl einige unter Altersdemenz leiden. Die Lieder aus der Kindheit waren ihnen noch total präsent.“
Hindernisse überwinden. Dagegen musste Melina Bernhard erfahren, dass der Alltag von Menschen mit Beeinträchtigungen viele Hindernisse bereithält. Gemeinsam mit einigen Bewohnerinnen und Bewohnern, die im Rollstuhl sitzen, wollte sie in den Cinedom fahren. „Mir war gar nicht bewusst, wie umständlich und anstrengend es ist, einen Rollstuhl über schlechte Fußwege zu schieben. Es war sehr mühsam, alle Rollstuhlfahrer und -fahrerinnen sicher in die Bahn zu bekommen“, erklärt die 22-Jährige. Besonders bedrückend sei der Moment gewesen, als der Ausflug zum Kino abgebrochen werden musste. „Der Aufzug auf dem S-Bahn-Gleis am Hansaring funktionierte leider nicht, sodass wir wieder zurückfahren mussten. Alle waren so traurig!“
Auf Menschen zugehen. Und was nehmen die beiden Auszubildenden aus dem Praktikum mit? Melina Bernhard will weiterhin offen auf Menschen zugehen. Und Deniz Sakrak sagt: „Ich habe gelernt, dass vermeintlich kleine Dinge eine sehr große Wirkung haben können.“