Maßarbeit dank Laserscanner
Im Gleisbau setzt die KVB ein innovatives Messverfahren ein
Maßarbeit dank Laserscanner
Im Gleisbau setzt die KVB ein innovatives Messverfahren ein
Halil Kara (l.) und Jascha Leipert präsentieren den Laserscanner
Das Jahr 2023 stand im Zeichen umfangreicher Gleisbauprojekte. Gleich auf mehreren Großbaustellen wurde fleißig gebuddelt, gefräst, geschweißt und asphaltiert. Mit großem Einsatz hat das KVB-Team sein Bestes für Köln gegeben. Neben Tatkraft, Zusammenarbeit und Nervenstärke erfordert Gleisbau vor allem auch präzise Planung. Seit mittlerweile fünf Jahren nutzt die KVB dazu mit dem kinematischen Laserscansystem ein neues Messverfahren. Bei dem innovativen Mobile Mapping-Verfahren wird ein Laserscanner auf eine dafür vorgesehene Messdraisine montiert. Der Laserscanner rotiert permanent, sodass durch die manuelle Fortbewegung der Draisine die Umgebung detailliert erfasst wird. Dabei wird ein Laserstrahl ausgesendet, an einer Oberfläche reflektiert und von der Empfangsoptik des Laserscanners wiederaufgenommen. Dank einer präzisen Auswertung kann anschließend im CAD-Programm eine digitale Punktwolke erstellt werden. Die Abkürzung CAD steht für Computer Aided-Design. Die Software ermöglicht den Entwurf von komplexen 2-D- und 3-D-Modellen. Bei der Punktwolke handelt es sich wiederum um eine umfangreiche Sammlung gescannter Messpunkte, mit deren Hilfe dreidimensionale Darstellungen vorhandener Strukturen dargestellt und bearbeitet werden können.
Das Verfahren liefert deutlich mehr Infos als konventionelle Methoden
Enorme Zeitersparnis. „Die Zeitersparnis im Vergleich zu anderen Messverfahren ist enorm“, berichtet Jascha Leipert (36), der das System gemeinsam mit Halil Kara bei der KVB betreut. Beide haben eine Ausbildung zum Vermessungstechniker gemacht. Das sei Voraussetzung, um sicher mit Laserscanner und Punktwolke arbeiten und gerade im Problemfall zeitnah Lösungen entwickeln zu können. „Dabei ist es keineswegs so, dass Unternehmen ein fertiges System einkaufen können, das auf Anhieb läuft. Man muss erst die Kinderkrankheiten beseitigen beziehungsweise das System auf äußere Einflüsse wie etwa Sperrpausen, Gleisgeometrie oder Ähnliches anpassen“, so Leipert. Bei der KVB hat dabei insbesondere Halil Kara (47) sehr viel Zeit und Mühe investiert. Mittlerweile läuft das Verfahren so zuverlässig, dass es bei jedem Gleisbauprojekt zum Einsatz kommt und dabei deutlich mehr Informationen liefert als konventionelle Messmethoden. Die Daten geben Sicherheit. „Wir können den gesamten Streckenabschnitt auf einen Blick erfassen und vermeiden so böse Überraschungen während der Bauausführung“, sagt Leipert. Neben manuellen Abstandmessungen ermöglichen die gewonnenen Daten unter anderem auch eine automatische Kollisionsprüfung des Lichtraums. Steht ein Mast zu nah an der Trasse oder ist der Abstand zur Bahn ausreichend? Genau die Fragestellungen lassen sich durch das Laserscanning sehr schnell beantworten. Zusätzliche Ortstermine für nachträgliche Aufmaße sind nicht mehr erforderlich.
Neue Wege gehen. Interesse, gemeinsam mit der KVB die Weichen für die Zukunft stellen? Das Verkehrsunternehmen sucht Ingenieurinnen und Ingenieure, die weiterdenken, neue Wege gehen, Herausforderungen lieben und die Zukunft der Mobilität mitgestalten möchten.
Das Jahr 2023 stand im Zeichen umfangreicher Gleisbauprojekte. Gleich auf mehreren Großbaustellen wurde fleißig gebuddelt, gefräst, geschweißt und asphaltiert. Mit großem Einsatz hat das KVB-Team sein Bestes für Köln gegeben. Neben Tatkraft, Zusammenarbeit und Nervenstärke erfordert Gleisbau vor allem auch präzise Planung. Seit mittlerweile fünf Jahren nutzt die KVB dazu mit dem kinematischen Laserscansystem ein neues Messverfahren. Bei dem innovativen Mobile Mapping-Verfahren wird ein Laserscanner auf eine dafür vorgesehene Messdraisine montiert. Der Laserscanner rotiert permanent, sodass durch die manuelle Fortbewegung der Draisine die Umgebung detailliert erfasst wird. Dabei wird ein Laserstrahl ausgesendet, an einer Oberfläche reflektiert und von der Empfangsoptik des Laserscanners wiederaufgenommen. Dank einer präzisen Auswertung kann anschließend im CAD-Programm eine digitale Punktwolke erstellt werden. Die Abkürzung CAD steht für Computer Aided-Design. Die Software ermöglicht den Entwurf von komplexen 2-D- und 3-D-Modellen. Bei der Punktwolke handelt es sich wiederum um eine umfangreiche Sammlung gescannter Messpunkte, mit deren Hilfe dreidimensionale Darstellungen vorhandener Strukturen dargestellt und bearbeitet werden können.
Das Verfahren liefert deutlich mehr Infos als konventionelle Methoden
Enorme Zeitersparnis. „Die Zeitersparnis im Vergleich zu anderen Messverfahren ist enorm“, berichtet Jascha Leipert (36), der das System gemeinsam mit Halil Kara bei der KVB betreut. Beide haben eine Ausbildung zum Vermessungstechniker gemacht. Das sei Voraussetzung, um sicher mit Laserscanner und Punktwolke arbeiten und gerade im Problemfall zeitnah Lösungen entwickeln zu können. „Dabei ist es keineswegs so, dass Unternehmen ein fertiges System einkaufen können, das auf Anhieb läuft. Man muss erst die Kinderkrankheiten beseitigen beziehungsweise das System auf äußere Einflüsse wie etwa Sperrpausen, Gleisgeometrie oder Ähnliches anpassen“, so Leipert. Bei der KVB hat dabei insbesondere Halil Kara (47) sehr viel Zeit und Mühe investiert. Mittlerweile läuft das Verfahren so zuverlässig, dass es bei jedem Gleisbauprojekt zum Einsatz kommt und dabei deutlich mehr Informationen liefert als konventionelle Messmethoden. Die Daten geben Sicherheit. „Wir können den gesamten Streckenabschnitt auf einen Blick erfassen und vermeiden so böse Überraschungen während der Bauausführung“, sagt Leipert. Neben manuellen Abstandmessungen ermöglichen die gewonnenen Daten unter anderem auch eine automatische Kollisionsprüfung des Lichtraums. Steht ein Mast zu nah an der Trasse oder ist der Abstand zur Bahn ausreichend? Genau die Fragestellungen lassen sich durch das Laserscanning sehr schnell beantworten. Zusätzliche Ortstermine für nachträgliche Aufmaße sind nicht mehr erforderlich.
Neue Wege gehen. Interesse, gemeinsam mit der KVB die Weichen für die Zukunft stellen? Das Verkehrsunternehmen sucht Ingenieurinnen und Ingenieure, die weiterdenken, neue Wege gehen, Herausforderungen lieben und die Zukunft der Mobilität mitgestalten möchten.
Große Bauprojekte erfolgreich abgeschlossen
Erneuerung der Infrastruktur dient sicherem und komfortablem Bahnverkehr

Wie hier auf dem Abschnitt zwischen Rudolfplatz und Neumarkt waren Bauteams im ablaufenden Jahr bei umfangreichen Maßnahmen im Einsatz
Die KVB hat im laufenden Jahr in verschiedenen Bereichen die Schieneninfrastruktur des Stadtbahnnetzes erneuert. Hierdurch werden die Sicherheit und Qualität des Bahnverkehrs gesichert. Dabei stechen insbesondere die Erneuerungsmaßnahmen auf dem sogenannten „Aachener Stern“ in Braunsfeld und entlang der Hahnenstraße in der City hervor. Aber auch am Appellhofplatz, Barbarossaplatz, auf der Rheinuferstraße, im Bereich der Haltestellen Universität und Weyertal sowie am Wiener Platz waren Bauteams aktiv.
Austausch von Weichen. Im Sommer fand die seit langem größte Gleisbaumaßnahme der KVB statt. Auf dem „Aachener Stern“ – der Kreuzung von Aachener Straße, Stadtwaldgürtel und Melatengürtel – wurden nicht weniger als 16 Weichen ausgetauscht. Zudem wurden 590 Meter Schiene und 490 Schwellen erneuert sowie rund 380 Tonnen Schotter erneuert. Dafür mussten zunächst 2.250 Quadratmeter Asphalt aufgebrochen und am Ende mit neuem Material ausgebracht werden. Des Weiteren wurden mehrere Bahnübergänge erneuert. In diese Maßnahme investierte die KVB insgesamt circa 8,1 Millionen Euro.
Wichtige Investition. Im Herbst fanden die Gleisbauarbeiten in der City statt. Sie umfassten zwischen Neumarkt und Rudolfplatz sowie auf dem Abzweig in den Mauritiussteinweg insgesamt sechs Weichen und über 2.000 Meter Schiene. Hinzu kamen die Erneuerung von 3.750 Quadratmeter Asphaltdecke, zwei U-Turns sowie einer Kreuzung. Auf 70 Quadratmetern wurde die Betonplatte unter der Gleistrasse bearbeitet, an verschiedenen Stellen die Entwässerungsanlagen der Weichen. Des Weiteren wurde auf rund 150 Quadratmetern die Pflasterung erneuert, unter anderem um ein neues Blindenleitsystem einzubauen. Die Weichen in diesem Bereich waren bis zu 27 Jahre, die Schienen 25 Jahre alt. Dort investierte die KVB insgesamt mehr als sechs Millionen Euro.
Geplante Aktivitäten. Die Baumaßnahmen wurden in das Förderprogramm nach § 13 Absatz 1 Nr. 3 ÖPNV-Gesetz NRW zur Erneuerung der kommunalen Schieneninfrastruktur, das auch Bestandteil des GVFG-Bundesprogramms nach § 2 Absatz 3 Nr. 1 Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) ist, aufgenommen. Sie sind damit mit einem Fördersatz von 60 Prozent (davon 50 Prozent Bund, 10 Prozent Land) durch den Zweckverband go.Rheinland förderfähig. Im kommenden Jahr wird das Erneuerungsprogramm der Schieneninfrastruktur fortgesetzt. Dann wird die KVB unter anderem in Sülz und in Mülheim aktiv sein.
KurzTakt

Süßer Dank Anerkennung für harte Arbeit
Als im Herbst auf der Hahnenstraße die Bagger rollten, hatten Jutta Wolter und ihre Mitarbeiterin Venda Top einen Logenplatz. Die Friseurmeisterin betreibt seit 18 Jahren ihren Salon „Hauptsache“ auf der Hauptverkehrsachse zwischen Neumarkt und Rudolfplatz. Die Durchführung der aufwendigen Gleisbaumaßnahme hat sie geradezu begeistert. „Das war eine bemerkenswerte Leistung der KVB. Das Engagement, mit dem hier gearbeitet wurde, war außergewöhnlich. Alle haben an einem Strang gezogen. Das sieht man selten. Und auch die Servicekräfte, die den Menschen mit Rat und Tat zur Seite standen, haben einen tollen Job gemacht.“ Da sie selbst ein Handwerk ausübe, wisse sie es besonders zu schätzen, wenn andere gute Arbeit leisten. „Es wird viel zu viel gemeckert: wenn die Schienen kaputt sind, aber wenn sie erneuert werden ebenso. Ich will heute einfach mal Danke sagen“, so Jutta Wolter. Den Dank der engagierten Kölnerin nahmen zahlreiche Kollegen aus vielen beteiligten Fachbereichen und von den ausführenden Baufirmen stellvertretend sehr gerne entgegen (s. Foto oben). Dazu gab es Schokolade und Süßigkeiten. Alle waren sich einig: Lob und Anerkennung durch Bürgerinnen und Bürger tun richtig gut.
Straßenbahn-Museum Letzte Gelegenheit in diesem Jahr
Das Straßenbahn-Museum Thielenbruch ist am Sonntag, 10. Dezember, zum letzten Mal vor der Winterpause geöffnet. Zwischen 11 Uhr und 17 Uhr können die Besucher die historischen Fahrzeuge in der denkmalgeschützten Halle von 1926 besichtigen. Im Januar und Februar bleibt das Museum geschlossen.

Klinik-Clowns Sonne in den Alltag bringen
Die Kunden der KVB unterstützen den Kölner Klinik-Clowns e. V. mit einer Spende von 300 Euro. Die Spende wurde während des Kinder- und Familienfestes zum Weltkindertag gesammelt. Inzwischen übergab Sabine Käbbe, Projektleiterin der KVB, die Spendenbox. Die derzeit 16 Klinik-Clowns besuchen in etwa 20 Einrichtungen in Köln und Umgebung kranke und pflegebedürftige Menschen – häufig Kinder oder Menschen mit unheilbaren Krankheiten –, wirken in Altenheimen und Hospizen. Hierbei geht es den Künstlern immer darum, „etwas Sonne“ in den schweren Alltag dieser Menschen zu bringen, Kraft und Optimismus zu schenken. Die Clowns verstehen es meisterhaft, Sorgen zu vertreiben und mit ihren zauberhaften Darbietungen ein Lächeln in die Gesichter zu zaubern.

KVB-Shop Attraktives Set
Wer sich dekorativ auf die Weihnachtszeit einstimmen will, der findet aktuell im KVB-Shop ein schönes Advents-Set zum Selberbasteln (s. Foto). Aber auch ansonsten lohnt sich ein Blick in den Shop: Dort gibt es eine Vielzahl von attraktiven Artikeln zumeist mit KVB-Bezug: von Mini-Taschenschirmen über E-Bus-Modelle und Schlüsselbretter bis hin zu 3-D-Bildern und vielem mehr.
Straßenwächter Gegen den Hunger und die Kälte
Der gemeinnützige Verein Straßenwächter e. V. engagiert sich seit 2005 für wohnungslose und bedürftige Menschen auf Kölns Straßen. Die ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfer versorgen Menschen mit warmen Speisen, Kleidung, Hygieneartikeln, Rucksäcken und auch Zelten. Gerade in der kalten Jahreszeit sind diese besonders wichtig. Die Kunden der KVB unterstützen das Engagement der Straßenwächter mit 3.500 Euro. Die Spendensumme kam auf dem Familien- und Stadtteilfest „Deutz feiert“ zusammen. Hier war die KVB mit verschiedenen Angeboten präsent. Nun konnte Projektleiterin Marion Densborn die Spende übergeben. Sie übernahm dabei auch einen abendlichen Dienst, zog mit gefülltem Bollerwagen durch Kölns Straßen und versorgte Menschen ohne Obdach. Dabei erhielt sie lebensnahe Einblicke in den Alltag von Menschen, deren Leben anders verläuft als sich das viele überhaupt nur vorstellen können. Wer helfen möchte – mit Sach- beziehungsweise Geldspenden oder auch durch eigenes Engagement – kann sich online weitere Informationen holen.
Logistische Höchstleistung
Waidmarkt: Rund 170 Betonmischfahrzeuge lieferten 1.360 Kubikmeter Beton an

Kein leichtes Unterfangen: Mithilfe von Betonpumpen wurde das Material in die unterste Bauwerksebene in rund 26 Metern Tiefe eingebracht.
Um den havarierten Gleiswechsel am Waidmarkt sanieren und fertigstellen zu können, muss die Baugrube aus statischen Gründen erst einmal verfüllt werden. In den vergangenen Wochen wurde daher zunächst eine rund zwei Meter starke Schicht aus Kies in die unterste Ebene des Bauwerks in rund 26 Metern Tiefe eingebracht. Dort, wo später einmal die Bahnen fahren. Die verbleibenden eineinhalb Meter bis zu der sich darüber befindlichen Stahlbetondecke wurden Ende November mit Beton aufgefüllt. Kein einfaches Unterfangen: Für die Herstellung dieser „Aussteifungsschicht“ wurden rund 1.360 Kubikmeter Beton benötigt, die ohne Unterbrechung in das Bauwerk gepumpt werden mussten. Nachtarbeit war unvermeidbar. Alles lief nach Plan: Inklusive Vor- und Nacharbeiten war das Vorhaben nach knapp 20 Stunden abgeschlossen.
Schwierige Aufgabe. Schichtweise waren rund 50 Mitarbeitende und Taucher im Einsatz. Das Material wurde mit rund 170 Betonmischfahrzeugen aus drei Werken in Pulheim, Eschweiler und Hürth angefahren und mithilfe mehrerer Betonpumpen über Leitungen an die entsprechenden Stellen im Bauwerk gebracht. Dort überwachten Taucher der Betoniervorgang und saugten Schlamm ab, der durch das Einfüllen des Betons entstand. Je mehr Beton in den Zwischenraum gefüllt wurde, desto weniger Platz blieb den Tauchern, die zudem in völliger Dunkelheit arbeiten mussten. Eine schwierige Aufgabe, die nur gut ausgebildete und hochprofessionelle Industrietaucher bewerkstelligen können. Auch die Anlieferung des Betons stellte eine logistische Höchstleitung dar und verlief ohne Zwischenfälle.
Schichtweise waren 50 Mitarbeitende und Taucher im Einsatz
Weitere Verfüllung. In einem weiteren Schritt wird in Kürze auch die darüber liegende, mittlere Ebene des Gleiswechsels mit Kies und Beton verfüllt. Innerhalb der Baugrube wird im oberen Bereich eine rund 80 Zentimeter dicke Betonwand (sogenannte Vorsatzschale) hergestellt, um die einzelnen Lamellen der Schlitzwand noch stärker miteinander zu verbinden und diese so zusätzlich für die später aufzunehmenden Lasten zu stabilisieren. Auf dem „Kopf“ der Schlitzwände wird außerdem um die gesamte Baugrube herum ein massiver Stahlbetonbalken (sogenannter Kopfbalken) gebaut.
Baugrube abgedeckelt. Ende 2024 soll die Oberfläche am Waidmarkt mit Stahlbetonplatten abgedeckelt und die Hilfsbrücke neu errichtet worden sein. Diese sowie die Baugrubenabdeckelung werden auf den dann Kopfbalken aufgelagert. Die weiteren Arbeiten zur Fertigstellung des Gleiswechsels finden unter dem Deckel statt. Die Belastungen für Anwohner und Gewerbetreibende werden sich hierdurch wesentlich verringern.
Basis für Berechnungen. Die vor dem Weiterbau durchgeführten, umfangreichen Untersuchungen zur Überprüfung der Baugrubenumschließung (Schlitzwände) konnten im August abgeschlossen werden. Das auf dieser Bestandserkundung aufbauende Gutachten sowie die Empfehlungen zur rechnerischen Berücksichtigung der Untersuchungsergebnisse liegen inzwischen vor und bilden die Basis für die noch ausstehenden, weiterführenden statischen Berechnungen.
Der Zeitplan. Aktuell gehen die Baubeteiligten auf Basis der vorliegenden Daten von einer möglichen Fertigstellung des Gleiswechsels Waidmarkt in rund acht Jahren aus. Ein konkreter Termin kann jedoch seriös nicht kommuniziert werden. Zum einen ist nicht vorherzusehen, ob sich bestimmte Arbeiten gegebenenfalls aufwendiger gestalten als geplant, zum anderen wird kontinuierlich daran gearbeitet, die Abläufe so zu optimieren, dass eventuelle Zeitverzögerungen kompensiert werden – wo immer möglich, auch durch die Ausdehnung der Arbeitszeiten auf eine 6-Tage-Woche.
Infos zum Bau. Über den Fortgang der Arbeiten informiert die KVB in zweiwöchigen Baustelleninfos an der Baustelle und unter https://www.kvb.koeln/unternehmen/projekte/nord-sued-stadtbahn/baustelleninformationen/waidmarkt.html.
Logistische Höchstleistung
Waidmarkt: Rund 170 Betonmischfahrzeuge lieferten 1.360 Kubikmeter Beton an

Kein leichtes Unterfangen: Mithilfe von Betonpumpen wurde das Material in die unterste Bauwerksebene in rund 26 Metern Tiefe eingebracht.
Um den havarierten Gleiswechsel am Waidmarkt sanieren und fertigstellen zu können, muss die Baugrube aus statischen Gründen erst einmal verfüllt werden. In den vergangenen Wochen wurde daher zunächst eine rund zwei Meter starke Schicht aus Kies in die unterste Ebene des Bauwerks in rund 26 Metern Tiefe eingebracht. Dort, wo später einmal die Bahnen fahren. Die verbleibenden eineinhalb Meter bis zu der sich darüber befindlichen Stahlbetondecke wurden Ende November mit Beton aufgefüllt. Kein einfaches Unterfangen: Für die Herstellung dieser „Aussteifungsschicht“ wurden rund 1.360 Kubikmeter Beton benötigt, die ohne Unterbrechung in das Bauwerk gepumpt werden mussten. Nachtarbeit war unvermeidbar. Alles lief nach Plan: Inklusive Vor- und Nacharbeiten war das Vorhaben nach knapp 20 Stunden abgeschlossen.
Schwierige Aufgabe. Schichtweise waren rund 50 Mitarbeitende und Taucher im Einsatz. Das Material wurde mit rund 170 Betonmischfahrzeugen aus drei Werken in Pulheim, Eschweiler und Hürth angefahren und mithilfe mehrerer Betonpumpen über Leitungen an die entsprechenden Stellen im Bauwerk gebracht. Dort überwachten Taucher der Betoniervorgang und saugten Schlamm ab, der durch das Einfüllen des Betons entstand. Je mehr Beton in den Zwischenraum gefüllt wurde, desto weniger Platz blieb den Tauchern, die zudem in völliger Dunkelheit arbeiten mussten. Eine schwierige Aufgabe, die nur gut ausgebildete und hochprofessionelle Industrietaucher bewerkstelligen können. Auch die Anlieferung des Betons stellte eine logistische Höchstleitung dar und verlief ohne Zwischenfälle.
Schichtweise waren 50 Mitarbeitende
und Taucher im Einsatz
Weitere Verfüllung. In einem weiteren Schritt wird in Kürze auch die darüber liegende, mittlere Ebene des Gleiswechsels mit Kies und Beton verfüllt. Innerhalb der Baugrube wird im oberen Bereich eine rund 80 Zentimeter dicke Betonwand (sogenannte Vorsatzschale) hergestellt, um die einzelnen Lamellen der Schlitzwand noch stärker miteinander zu verbinden und diese so zusätzlich für die später aufzunehmenden Lasten zu stabilisieren. Auf dem „Kopf“ der Schlitzwände wird außerdem um die gesamte Baugrube herum ein massiver Stahlbetonbalken (sogenannter Kopfbalken) gebaut.
Baugrube abgedeckelt. Ende 2024 soll die Oberfläche am Waidmarkt mit Stahlbetonplatten abgedeckelt und die Hilfsbrücke neu errichtet worden sein. Diese sowie die Baugrubenabdeckelung werden auf den dann Kopfbalken aufgelagert. Die weiteren Arbeiten zur Fertigstellung des Gleiswechsels finden unter dem Deckel statt. Die Belastungen für Anwohner und Gewerbetreibende werden sich hierdurch wesentlich verringern.
Basis für Berechnungen. Die vor dem Weiterbau durchgeführten, umfangreichen Untersuchungen zur Überprüfung der Baugrubenumschließung (Schlitzwände) konnten im August abgeschlossen werden. Das auf dieser Bestandserkundung aufbauende Gutachten sowie die Empfehlungen zur rechnerischen Berücksichtigung der Untersuchungsergebnisse liegen inzwischen vor und bilden die Basis für die noch ausstehenden, weiterführenden statischen Berechnungen.
Der Zeitplan. Aktuell gehen die Baubeteiligten auf Basis der vorliegenden Daten von einer möglichen Fertigstellung des Gleiswechsels Waidmarkt in rund acht Jahren aus. Ein konkreter Termin kann jedoch seriös nicht kommuniziert werden. Zum einen ist nicht vorherzusehen, ob sich bestimmte Arbeiten gegebenenfalls aufwendiger gestalten als geplant, zum anderen wird kontinuierlich daran gearbeitet, die Abläufe so zu optimieren, dass eventuelle Zeitverzögerungen kompensiert werden – wo immer möglich, auch durch die Ausdehnung der Arbeitszeiten auf eine 6-Tage-Woche.
Infos zum Bau. Über den Fortgang der Arbeiten informiert die KVB in zweiwöchigen Baustelleninfos an der Baustelle und unter https://www.kvb.koeln/unternehmen/projekte/nord-sued-stadtbahn/baustelleninformationen/waidmarkt.html.

Techniker überwachten den Betoniervorgang

Betonmischfahrzeuge aus Pulheim, Eschweiler und Hürth lieferten die benötigte Betonmenge an die Baustelle
Beliebte Tradition zum Adventsauftakt
Zum 16. Mal: Mitsingkonzert mit dem KVB-Orchester und dem Chor „Die Erben“ –Rund 180 Menschen stimmten Weihnachtslieder auf dem Severinskirchplatz an

Gemeinsames Singen in entspannter und fröhlicher Atmosphäre unter dem von der KVB gestifteten Weihnachtsbaum
Bereits zum 16. Mal veranstalteten die KVB und die IG Severinsviertel am Samstag, 25. November 2023, das große Mitsingkonzert auf dem Severinskirchplatz. Das Event ist der Auftakt in den „Vringsadvent“ und eine beliebte und gern besuchte Traditionsveranstaltung für kleine und große Menschen. Rund 180 Kölnerinnen und Kölner, Familien mit Kindern und Freundesgruppen fanden sich ein. Viele von ihnen kommen inzwischen jedes Jahr und freuen sich schon Wochen vorher darauf. Gemeinsam lauschten die Teilnehmenden der Musik des KVB-Orchesters und sangen zusammen die schönsten und bekanntesten Weihnachtslieder.
1.000 Euro Spende. Damit auch alle mitmachen konnten, verteilte die KVB wieder Liederhefte. Unterstützt wurden die Singenden von dem bekannten Chor „Die Erben“ aus Köln-Sülz, der zum zweiten Mal dabei war und zwischendurch einige vielbeklatschte Solostücke vortrug. Die IG Severinsviertel verkaufte Glühwein und Kinderpunsch sowie Adventskalender in Form eines Busses, die die KVB gestiftet hatte. Durch den Verkauf wurden rund 750 Euro eingenommen, die die IG Severinsviertel auf 1.000 Euro aufstockt. Karl-Heinz Walter, Vorsitzender der IG: „Das hat wieder sehr viel Freude bereitet. Aus der ganzen Stadt sind Menschen gekommen und mit ihrer Hilfe ist eine schöne Spende für das Johanneshaus in der Annostraße – einem Wohnhilfeverbund zur Betreuung und Versorgung von Menschen mit sozialen und psychischen Problemlagen – zusammengekommen.“
Vereinzelte Sonnenstrahlen. Petrus zeigte sich gnädig und schickte zwischenzeitlich sogar ein paar Sonnenstrahlen. Erst mit dem Verklingen des letzten Tons kamen auch die ersten Regentropfen vom Himmel. Die gute Stimmung konnte das nicht trüben. Die KVB und die IG Severinsviertel wünschen allen Kölnerinnen und Kölnern eine frohe Adventszeit, ein ruhiges und besinnliches Fest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.